Gewürze

Gewürzguide
Wie erkennt man ihre Qualität?

Von: STAY SPICED ! Redaktion

Oft stellen sich Menschen die Frage, wie man die Qualität von Gewürzen erkennt und wo der Unterschied zwischen Gewürzen mit teilweise enormen Preisunterschieden liegt. Wir klären hier mal ein wenig auf.

Qualität unterscheidet sich nicht nur durch das Aussehen der glänzenden Verpackung, Qualität liegt viel tiefer in der Materie – denn es sind teilweise nur Kleinigkeiten, die den Gewürzen einen echten Geschmacksboost geben können. Am Beispiel von Monogewürzen ist das wohl am leichtesten erkennbare Qualitätsmerkmal eines Gewürzes das Herkunftsland. Hier erkennt man leicht, ob die Pflanze das richtige Klima oder die passende Erde für das Wachstum vorgefunden hat. Viele Anbauländer sind spezialisiert auf verschiedenste Arten von Pflanzen, die nur dort ihr volles Aroma entwickeln können. So sind bei Pfeffer Indien, vorzugsweise aus der Malabarküste, bei Muskatnüsse Grenada oder bei Kardamom Guatemala unverkennbare Qualitätsmerkmale des jeweiligen Gewürzes. Qualitätiv hochwertige Gewürze brauchen natürlich auch Zeit zum Wachsen, deswegen fallen Ernten guter Gewürze immer etwas geringer aus und sind dementsprechend teurer. Besonders bei Kräutern ist Thüringen mit seinem perfekten Klima und den idealen Bodeneigenschaften das beste Anbaugebiet.

Anbaugebiet Thüringen
Wenn wir bei Kräutern vom Top-Anbaugebiet schwärmen, dann ist immer die Rede von Thüringen. Das Anbaugebiet im Osten von Deutschland liegt in einer der besten Regionen für das Wachstum von Majoran, Basilikum, Thymian und Estragon. Hier ist das Klima stimmig, der Säuregehalt des Bodens optimal, die Sonne entzieht den Kräutern nicht sämtliche ätherischen Öle und lediglich zwei Ernten im Jahr geben den Kräutern genug Zeit sich zu entwickeln.

Aber neben den Anbaugebieten sollte man bei einigen Gewürzen auch auf Größe und Gewicht achten. Beste Beispiele sind hierfür Pfeffer und Muskatnüsse. Pfeffer sollte möglichst groß und schwer, Muskatnüsse wiederum möglichst klein sein. Dabei wird gute Ware gleich nach der Ernte ausgelesen und schlechte Qualität meist vermahlen in den Handel gebracht. Hier kommt aber auch die Farbe des Gewürzes ins Spiel. Muskatnüsse zum Beispiel sollten möglichst hell, Kardamomkapseln möglichst grün sein. Die Farbe ist bei vielen Gewürzen ein Indikator für die Menge an den ätherischen Ölen, die geschmacksgebend für das jeweilige Gewürz sind. Um alle diese Merkmale sofort zu erkennen muss man natürlich einiges an Erfahrung haben … Oder den richtigen Gewürzhändler kennen.

Gewürzmischungen
Die Qualität von Gewürzmischungen ist etwas schwerer zu erkennen, da die meisten Mischungen bereits vermahlen sind. Wenn man das Gewürz nicht im Vorfeld kosten kann und auch die Farbe keinerlei Aufschluss über die Qualität gibt, dann sollte man die Zutatenliste auf der Rückseite betrachten. Größtes Ausschlusskriterium sind dabei Glutamate, chemische Zusatzstoffe oder sonstige Geschmacksverstärker und Trennmittel. Hier ist es am besten, wenn nur reine Gewürze angeführt sind – und da gehört insbesondere das Handwerk des Gewürzherstellers zu den wichtigsten aller Kriterien, denn die richtige Verarbeitung der Gewürze in den Mischungen sowie ein optimales Mischverhältnis der Komponenten zeichnet gute Gewürzmischungen aus.

Deswegen ist Gewürzkauf auch Vertrauenssache

Letztendlich zählt aber wieder nur das Wichtigste: Eine Gewürzmischung soll das Kochen erleichtern und einen perfekten Geschmack geben, nicht alles verkomplizieren.

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