Rezepte

Suppenpulver selbst gemacht

Von: STAY SPICED ! Redaktion

Wer an einem verregneten, kalten Wochenende nach einer Aufgabe sucht, der könnte doch einmal versuchen, Gemüsesuppenpulver selbst zu machen. Das geht eigentlich ganz einfach – es erfordert nur viel Geduld und die Anschaffung eines Dörrautomaten, damit Gemüse und Kräuter schonend getrocknet werden können. Wer gern Trockenobst knabbert oder sich für Rohkost und vegetarische/vegane Ernährung interessiert, für den lohnt sich die Anschaffung eines solchen Gerätes ohnehin  – gerade Trockenobst in Bio-Qualität ist nicht unbedingt billig, und selbst gemachtes Suppenpulver schmeckt unvergleichlich würzig. Man kann Obst und Gemüse natürlich auch im Backofen trocknen – das verbraucht aber viel mehr Energie, der Bio-Gedanke geht dabei wohl verloren.

 

Was man für DIY-Suppenpulver braucht:

Wer ein 400ml Glas voll selbst gemachtem Suppenpulver herstellen möchte, braucht folgende Zutaten:

400 Gramm Zwiebel
300 Gramm Karotten
100 Gramm Lauch
250 Gramm Sellerie
10 Stück Champignons
2 große Tomaten
1 Bund Petersilie
150 Gramm Meersalz

Kräuter nach Belieben: Schnittlauch, OreganoLiebstöckelPfefferKorianderKurkuma oder
Ingwer – je nachdem, welche persönlichen Vorlieben man hat

 

Und dann kann’s auch schon losgehen:

Als erstes muss das Gemüse gründlich gewaschen und von Schmutz befreit werden – da es ja anschließend mehrere Stunden im Dörrautomaten verbringt, sollte man gut darauf achten, dass sich Keime im Dörrautomaten nicht unkontrolliert vermehren können.

Dann wird das Gemüse, das als erstes getrocknet werden soll, kleingeschnitten, am besten in ca. 8 mm dicke Scheiben. Mit welchem Gemüse man beginnt, ist jedem selbst überlassen – wichtig ist nur, auf die Trockenzeit zu achten, denn Karotten und Sellerie benötigen mehr Zeit im Dörrer als Pilze oder Kräuter. (Die genauen Dörrzeiten findet Ihr ein Stück weiter unten.)
Die geschnittenen Stücke werden so nebeneinander im Dörrgerät ausgelegt, dass sie sich nicht berühren und nicht übereinander liegen, damit die warme Luft an alle Stücke gelangen kann – dann noch die richtige Temperatur und Zeit einstellen, fertig.

>> Wichtig ist: Der Dörrautomat darf nicht aus den Augen gelassen werden!
Einerseits, weil elektrische Geräte generell nicht ohne Aufsicht betrieben werden sollten, andererseits aber auch, weil die einzelnen Dörrgitter nach einigen Stunden umgeschichtet werden müssen, sprich: das oberste nach unten, das unterste nach oben. Dieses Umschichten gewährleistet ein gleichmäßiges Trockenergebnis.

 

Dufte Sache.

Schon nach kurzer Zeit stellt sich ein wunderbarer Duft ein, vor allem wenn Kräuter ihren Weg in den Dörrautomaten gefunden haben. Bei Zwiebel oder Knoblauch wiederum verhält sich die Sache ein klein wenig anders: Hier sollte man den Dörrer lieber in einem abgelegenen Raum aufstellen, denn der ‚Duft‘ ist doch sehr speziell.

So geht man nun mit allen Zutaten vor: waschen, schneiden, trocknen.

Die fertig getrockneten Gemüsestücke und Kräuter lagert man bis zur weiteren Verabeitung trocken und lichtgeschützt in einem verschließbaren Glas – denn es dauert schon eine Weile, bis alle Zutaten fertig sind und zu leckerem Suppenpulver verarbeitet werden können.
Sobald eine Sorte fertig ist, kann gleich die nächste Ladung Gemüse in den Dörrer geschoben werden – nach ca. 48 Stunden sollte man dann sämtliche Zutaten lecker verschrumpelt im Vorratsglas bewundern können.
Nun fügt man noch Meersalz und die gewünschten Kräuter dazu – dann ist die Mischung fertig für den nächsten Bearbeitungsschritt.

 

Jetzt fehlt nur noch eins – das Mahlen.

Aus den fertig getrockneten, lecker duftenden Gemüsestücken, den Kräutern und dem Salz muss man jetzt im letzten Zubereitungsschritt das fertige Pulver machen – das kann entweder händisch im Mörser geschehen oder kräftesparender in einer Küchenmaschine, die auch zerkleinern kann.

>> Vorsicht: Vor dem Mixen unbedingt prüfen, ob der eigene Mixer auch wirklich geeignet dafür ist, harte Lebensmittel wie Nüsse oder in diesem Fall getrocknete Karotten zu zerkleinern!

Je nachdem, ob man sein Suppenpulver sehr fein haben möchte oder nicht, mixt man nun so lange, bis das Pulver den gewünschten Mahlgrad aufweist.
Besonders lecker ist es zum Beispiel, die Karottenstücke etwas grober zu häckseln – im heißen Wasser saugen sich die kleinen Stücke dann wieder voll und ergeben so eine schmackhafte Suppeneinlage, fast wie frisch gekocht.

 

Wie lang dauert’s?

Hier findet Ihr eine Liste mit den genauen Dörrzeiten der wichtigsten Obst- und Gemüsesorten und die dazugehörenden Temperaturen.
Dabei muss man aber bedenken: Je schonender man trocknet, sprich mit geringerer Temperatur, desto länger dauert der Trockenvorgang , dafür bleiben mehr gesunde Inhaltsstoffe erhalten – und das schmeckt man auch.

>> Übrigens: Wer sich für Rohkost interessiert, der sollte mit höchstens 42 Grad Celsius dörren – Speisen, die mit Temperaturen über 42° gedörrt wurden, gelten nicht mehr als Rohkost.

In unserer Liste gehen wir von einer Dörrtemperatur von 65 bis 70 Grad Celsius aus. Die Zeitangaben sind aber nur ein Richtwert – wenn nach der angegebenen Zeit noch nicht der gewünschte Dörrgrad erreicht ist, einfach um eine Stunde verlängern und das Obst oder Gemüse danach noch mal überprüfen.

Äpfel entkernt und in 8 mm dicken Scheiben: 6 -10 Stunden
Marillen halbiert, mit der Schnittfläche nach oben: 10 – 18 Stunden
Ananas in 8 mm dicken Scheiben: 10 – 12 Stunden
Bananen halbiert oder in Scheiben: 8 – 12 Stunden
Erdbeeren halbiert: 9 – 10 Stunden
Kirschen halbiert und entsteint: 8 – 10 Stunden
Trauben halbiert, mit der Schnittfläche nach oben: 12 – 15 Stunden
Zwetschgen halbiert, mit der Schnittfläche nach oben: 10 – 18 Stunden

Bohnen ganz: 6 – 10 Stunden
Erbsen ohne Hülse: 8 – 10 Stunden
Karotten in 8 mm dicken Scheiben: 6 – 8 Stunden
Lauch halbiert in 6 cm langen Stücken: 6 – 10 Stunden
Paprika in Streifen: 8 – 10 Stunden
Sellerie in Streifen: 6 – 10 Stunden
Tomaten in 6 mm dicken Scheiben: 7 – 10 Stunden
Zucchini in 8 mm dicken Scheiben: 7 – 8 Stunden

Pilze werden bei 50 Grad für 2 – 6 Stunden gedörrt.
Kräuter werden bei 40 Grad für 2 – 6 Stunden gedörrt.

Wer sich die Zeit für diese Arbeit nimmt, wird mit leckeren und gesunden Snacks belohnt, die noch dazu aus der eigenen Küche stammen.

Doch auch alle anderen, die weder Zeit noch Lust für solch aufwendige Spielereien haben, müssen nicht auf diese Leckereien verzichten – STAY SPICED ! bietet eine große Auswahl an schonend getrockneten, gesunden Früchten an, auch Besonderheiten wie getrocknete Honigmelone oder Physalis und Erdbeeren.
Und wer sich südländisches Flair ganz ohne Aufwand ins Haus holen möchte, für den haben wir genau das richtige – getrocknete Tomaten, ideal zum Einlegen in Olivenöl oder für selbst gemachtes Pesto.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachkochen – oder bei einer ausgedehnten Shopping-Tour, für die Ihr nicht einmal das Haus verlassen müsst.

#stayspiced!

Fotocredit: weyo

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